Holzheim-Eifeldorf


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D I E   E I F E L   -   B E S C H R E I B U N G 

"Wenige, meist unfreundliche Dorfschaften"
Von MANFRED LANG
Kölner Stadtanzeiger vom 14.09.2012


Rheinischer Humor gilt im Schatten der Domtürme und des Drachenfels als "Lebensart", in der armen Eifel eher als Galgenhumor. Sie wissen schon: Im Armenhaus Preußens, "Preussisch Sibirien", flogen noch vor etwas mehr als hundert Jahren "de Mösche om Röcke, dat se et Elend net sooche", also die Spatzen im Rückenflug über den armseligen Landstrich, damit sie das Elend unten auf der Erde nicht sahen.

Gerne behauptet der Eifeler von sich selbst, er sei in einem Lexikon als "kleines, krummbeiniges und diebisches Bergvolk" charakterisiert worden, was nicht stimmt, um dem Gerücht ein für alle Mal den Boden zu entziehen.

Allerdings lesen wir im Brockhaus, Leipzig, 1883, tatsächlich die wenig schmeichelhaften Zeilen: "Die Eifel ist ein rauer, unfruchtbarer Landstrich . . . von düsterem Aussehen, mit sehr wenigen, meist unfreundlichen Dorfschaften, die von armen, größtenteils wenig gebildeten, aber treuherzigen und genügsamen Menschen bewohnt wird."

Die verbal Geohrfeigten haben sich längst erholt. Sie sind zu selbstbewussten Talsperren-, Naturpark- und Nationalparkbesitzern geworden, die wochenends und in Urlaubszeiten den Nachfahren derjenigen Asyl gewähren, die sich früher so erhaben dünkten über die treudoofen Eifeler. Als da wären Öcher, Kölsche, Bönnscher und so weiter.

Herrlich ist die Geschichte von dem Kölner Sommerfrischler, der schon in den 1920er Jahren per Automobil in die Eifel reiste. In einem Dorf des Wildenburger Ländchens fragt er zwei Greise, die an einem schattigen Plätzchen vor der Dorfkirche sitzen, nach dem Weg. "Können Sie mir vielleicht sagen, wie ich nach Schmidtheim komme?"

Als die beiden Väterchen nicht reagierten, soll es unser Domstädter angeblich mit Englisch versucht haben: "Excuse me, could you tell me the way to Schmidtheim?" Keine Reaktion, verständnislose Blicke.

Als auch die Anläufe auf Französisch und Spanisch nicht fruchten, steigt der Kölner in der Anekdote kopfschüttelnd in seinen Wagen und versucht sein Glück aufs Geratewohl. Doch auch die beiden Eifeler schütteln ihre ergrauten Häupter.

Sagt der eine zum anderen, die Sprachbegabung des gebildeten Kölners hervorhebend: "Häs de jehuert, wat der Häer alles für Sprooche kann?" Antwortet der andere fragend: "Ja, un? Hät et enn jet jenotz?" Eine Gegenfrage, die man mit einem klaren Nein beantworten muss: Genutzt haben seine Sprachkenntnisse dem Kölner in der Eifel nix.

Merke: Das Einzige, was bei der Kommunikation in der Eifel wirklich hilfreich ist, ist in Wahrheit Eifeler Mundart. Platt ös eben prima. "Quod erat demonstrandum!", wie der alte Lateiner sagt.


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Holzheim 1857 (Teilansicht) Das Bild zeigt einen Ausschnitt vom westlichen und südlichen Teil.


Osterklappern in Holzheim

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Verehrte Holzheimerinnen und Holzheimer!

Dringend gesucht zur Auflockerung dieser Internetseite, aber auch für Infoblätter des Karnevalsvereins usw. werden historische Fotos, Postkarten, Landschaften usw. von unserem Heimatort Holzheim bis ca. in die 70er Jahre.
Ob jetzt in der Karnevalsvorschau oder auch zur Auflockerung des Schreibens zur karnevalistischen Messe, alte Dorfansichten oder Fotos gemeinsamer Festlichkeiten aus unserem Heimatort sind immer ein Blickfang für die Leser. Dies wurde von vielen Lesern an Verfasser weitergeben, da nach der Herkunft gefragt wurde.

Deshalb, liebe „ältere“ Holzheimerinnen und Holzheimer, falls in alten Fotoalben oder auf alten Postkarten, alte Orts- oder Landschaftsansichten rund um Holzheim vorhanden sind, wäre ich sehr dankbar, wenn Sie mir diese für ein paar Tage zur Verfügung stellen könnten.

Die Fotos, Postkarten oder auch alten Dorfansichten werden schonend eingescannt und schnellsten wieder zurückgegeben! In den kommenden Veröffentlichungen werden dann selbstverständlich (falls nicht ausdrücklich -nicht- gewünscht) die Herkunft des Bildes usw. genannt! Auf Wunsch werden die Vorlagen für die „Ewigkeit“ auf CD gebrannt und als kleines Dankeschön bei der Rückgabe beigelegt!

Wer „seine“ alten Sachen (bis ca. in die 60er / Anfang der 70er Jahre) usw. zur Verfügung stellen möchte, setze sich bitte in Verbindung mit:

Josef (Jupp) Schmitz



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